Aktuelles Projekt

Aktuelle Projekte des Vereins

Visualisierung des aktuellen Vorhabens

Visualisierung: Gisbert-K. Jungermann

Wiedererrichtung der Statuen der vier Philosophen

Die geplante Wiedererrichtung der Statuen der vier Philosophen im Schlossgarten knüpft an das historische und kulturelle Erbe der Stadt an.

Für die Universität bedeutete die Entscheidung der preußischen Regierung über die Errichtung des Kollegiengebäudes 1869 mit den Statuen der vier Philosophen die Ausräumung der letzten Zweifel an ihrem endgültigen Fortbestand. Diese Entscheidung zum Bau des Kollegiengebäudes mit seinen vier Portalstatuen hat damit heute noch eine große symbolische Bedeutung für die Universität. Diese übergeordnete Bedeutung soll durch eine Wiedererrichtung der vier Philosophen wieder das Gedächtnis der Kieler Bürger, der Gäste der Stadt und Universität gerufen werden. Zugleich wird auch durch den geplanten Standort als Schnittstelle zwischen städtischem Schlossgarten und dem anschließendem Gelände der Universitätskliniken die enge Verbindung und beiderseitige Wertschätzung von Stadt und Universität symbolisiert.

Wir meinen, dass die Aufstellung der rekonstruierten Statuen auch die Attraktivität des „Altstadtquartiers“ erhöhen kann. Nach den ausgearbeiteten den Plänen sollen die Statuen in einer Blickachse vom Schloss her erkennbar sein und zum Besuch des Schlossgarten einladen.

Bereits in den 60er Jahren diskutierten Bürger, ob die vier Statuen rekonstruiert und wieder im Schlossgarten aufgestellt werden könnten. Diesen Gedanken greift der im Jahr 2008 gegründete gemeinnützige Verein „Kiels gelehrtes Erbe e.V.“ auf. Der Verein hat nach seiner Satzung die Aufgabe, Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur sowie Denkmalschutz in Kiel zu fördern. 
Sein Vorhaben der Rekonstruktion der vier Philosophen im Kieler Schlossgarten hat breite Unterstützung gefunden, insbesondere auch, weil es bisher nur wenige Orte gibt, die historisch und kulturell bedeutsame Zeitabschnitte unseres Landes ins Gedächtnis rufen.

Der Verein plant, in enger Zusammenarbeit mit der Universität und der Stadt die Rekonstruktion der vier Philosophen. Eine Errichtung der Statuen der vier Philosophen knüpft an das historisch und kulturelle Erbe der Christian-Albrechts-Universität und der Stadt an. Zugleich wird durch den geplanten Standort zwischen Schlossgarten und den Universitätsklinik die enge Verbindung und beiderseitige Wertschätzung von Stadt und Universität symbolisiert. 

Wir meinen, dass die Aufstellung der rekonstruierten Statuen auch die Attraktivität des „Altstadtquartiers“ nicht nur für unsere Bürger, sondern auch für Touristen deutlich erhöhen kann. Nach den ausgearbeiteten Plänen sollen die Statuen in einer Blickachse vom Schloss her erkennbar sein und zum Besuch des Schlossgartens einladen.

Unterstützung durch die Stadt Kiel

Die Schirmherrschaft des früheren Oberbürgermeisters und Ministerpräsidenten Torsten Albig hat der nachfolgende Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer übernommen. Die Rathausfraktionen haben dem Vorhaben vorbehaltlich der Zustimmung des damals zuständigen Dezernenten, Bürgermeister Todeskino, und der Fachabteilung zugestimmt. Diese Zustimmung hat Todeskino in einem Gespräch, an dem auch die Fachabteilung beteiligt war, erteilt. Es wurde dabei Einigkeit erzielt, dass die Statuen, wie geplant, an der nördlichen Seite des Schlossgartens, an der Grenze zum Universitätsbereich aufgestellt werden sollen.
Der ausführende Bildhauer, Rudolf Böhm, hat den Verein im Dialog mit dem damaligen Bürgermeister fachlich unterstützt. Er hat unterdessen, nach Zusendung eines aktuellen Grundrisses des Schlossgartens durch das Grünflächenamt, die Statuen in den geplanten Standort eingezeichnet und zugleich eine Visualisierung durch eine Bildmontage der Statuen vorgelegt. Die Fachabteilung wird das Vorhaben fachlich unterstützen und begleiten.

Damit sind alle politischen und fachlichen Voraussetzungen für die Durchführung des Vorhabens geschaffen und der planerische Ablauf positiv abgeschlossen.

Unterstützung durch die Christian-Albrechts-Universität

Auch die Christian-Albrechts-Universität hat sich das Anliegen des Vereins zu eigen gemacht, der ehemalige Präsident der Universität, Prof. Dr. Gerhard Fouquet, ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Die vier Dekane der vier Gründungsfakultäten haben in ihrem Beitrag die Bedeutung der vier Philosophen für die heutige Zeit deutlich gemacht (Kieler Nachrichten, 30.03.2013, s. hierzu Presse)
Damit sind alle politischen und fachlichen Voraussetzungen für die Durchführung des Vorhabens geschaffen und der planerische Ablauf positiv abgeschlossen.

Planung des Vorhabens

Als Bildhauer für die Rekonstruktion der Statuen und fachlichen Berater konnte der Verein mit dem Bildhauer und Restaurator Rudolf Böhm einen der renommiertesten Vertreter seines Faches in Deutschland gewinnen. Rudolf Böhm leitete 40 Jahre lang als Leiter der Skulpturenrestaurierung bei der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg Pionierarbeit, u.a. hat er im Schloss Sanssouci in Potsdam alle Marmorskulpturen vom Rondell einer großen Fontäne im Park nachgebildet und Bildhauerarbeiten beim Fortuna Portal künstlerisch gestaltet. Der Sohn von Rudolf Böhm, Eckhardt Böhm, hat als studierter Bildhauer und Kunsthistoriker das künstlerisches Team und die Wirkungsstätte in Potsdam unter künstlerischer Leistung von Rudolf Böhm übernommen und setzt die Arbeit unverändert fort.

Der Verein lässt im Einvernehmen mit der Leitung der Universität auch im Hinblick auf die notwendige Finanzierung zunächst im ersten Abschnitt  Statuen der vier Philosophen in Originalgröße in Hartgips durch den Bildhauer erarbeiten. Diese Statuen sollen zu gegebener Zeit nach Absprache mit der Universität auch in Fakultäten der Universität aufgestellt werden.

Finanzierung des Vorhabens

Finanziert werden soll das Vorhaben durch Spenden, die Einwerbung von Fördermitteln oder Stiftungen (s. hierzu Spenden). Der Verein ist berechtigt, für Spenden zur Verwendung der satzungsgemäßen Zwecke und Mitgliedsbeiträge Zuwendungsbestätigungen gemäß Amtlichem Vordruck auszustellen (s. hierzu den Abschnitt Spenden).

Förderer können mit 3 D-Druckern gefertigte Kopien (Miniaturen) von Statuen in gewünschter Größe (bis 50 cm) erwerben und in Verbindung mit dem Standort der Statuen auf ewig besonders gewürdigt werden. So ist der Rechtsanwaltskanzlei Lauprecht für ihre Spende über 10.000 Euro am 16. August 2018 eine Kopie des Bozzetto feierlich überreicht worden. Die Kieler Nachrichten haben hierüber am 18.August 2018 ausführlich berichtet (s. hierzu Presse).

Am 6. November 2019 hat unser Kieler Starpianist Justus Frantz in einem großartigen Benefizkonzert in „seiner“ Kieler Gelehrtenschule anlässlich der 700-Jahr-Feier der Schule mit Unterstützung“ durch seinen Sohn Justus Konstantin für unser Vorhaben geworben. Die Schüler der Gelehrtenschule haben in einem bemerkenswerten Sketch in einem Zwiegespräch der Philosophen deren Schicksal im 2.Weltkrieg betrauert und alle Kieler eindringlich aufgefordert, sie im Kieler Schlossgarten wiederauferstehen zu lassen. Unter der Überschrift „Ein Justus kommt selten allein“, haben die Kieler Nachrichten am 8.11.2019 hierüber berichtet; s, hierzu die Rubrik „Presse“.

Berichterstattung

Die Kieler Nachrichten unterstützen unser Vorhaben durch fortlaufende Berichterstattung – . hierzu die  Rubrik Presse.

Die Resonanz in der Kieler Bevölkerung war überaus positiv. 

Aktuelle Planung des Vorhabens

Der Verein lässt im Einvernehmen mit der Leitung der Universität zunächst auch im Hinblick auf die notwendige Finanzierung im ersten Abschnitt Statuen der vier Philosophen in Originalgröße in Hartgips durch den Bildhauer erarbeiten. Diese Statuen werden dann als Modell für die Stauen in Stein im letzten Arbeitsschritt 1:1 auf diese übertragen. Zu gegebener Zeit sollen dann die Gips-Statuen nach Absprache mit der Universität auch in Fakultäten der Universität aufgestellt werden.

Finanzierung des Vorhabens – Spenden

Bereits dem ersten Spendenaufruf sind viele Kieler Bürger gefolgt. Die Spenden erlaubten es, mit dem Vorhaben durch vorbereitende und notwendige Maßnahmen zu beginnen. So wurde von dem Fragment des Aristoteles im Audimax der Universität ein Abguss durch einen Fachbetrieb angefertigt. Dieser ist Grundlage auch für die Gestaltung der anderen Statuen, für die nur Fotografien vorhanden sind.

Der Bildhauer hat sodann einen Bozzetto des Aristoteles (eine ca. 46 Zentimeter große Gipsfigur) gefertigt, der wiederum notwendige Vorlage für die bildhauerischen Arbeiten an der Statue ist.

Aktueller Stand des Vorhabens 

Die vom Bildhauer in Hartgips erschaffene überlebensgroße Figur des Solon wurde – finanziert durch Spenden und mit Förderung durch die Bürgerstiftung Kiel und Sparkassenstiftung SH und  sowie eine Zuwendung der Universität – am 24. Mai 2023 in einem gemeinsamen Festakt der Universität und des Vereins im Juridicum der Rechtswissenschaftlichen Fakultät aufgestellt (s. hierzu den Bericht in den Kieler Nachrichten vom 26. Mai in der Website des Vereins unter Presse)

Man kann es durchaus als Sensation bezeichnen, dass der Leiter der Antikensammlung der Kunsthalle, Dr. Engels, im Juli 2024 im Archiv die Original-Köpfe des Aristoteles und des Solon sowie ein Kopf-Fragment des Hippokrates gefunden und ihre Bedeutung erkannt hatte. Diese sind vom Bildhauer in die Statuen eingearbeitet worden, 

Auch die Gipsstatuen des Aristoteles,  des Hippokrates und des Platon sind vom Bildhauer nunmehr fertiggestellt. Der erste Abschnitt unseres Vorhabens der Wiedererrichtung der vier Philosophen im Kieler Schlossgarten ist damit abgeschlossen. 

In der Anlage füge ich zwei Aufnahmen bei, aus denen die hervorragende Arbeit des Bildhauers ersichtlich ist. 

Der Verein strebt nun sein abschließendes Ziel an, die vier Statuen in Stein im Kieler Schlossgarten aufzustellen.  Der Verein dankt den vielen Spendern und seinen Förderern dafür, dass sie durch ihre Zuwendungen die Arbeiten des Bildhauers möglich gemacht haben und möglich machen. Besonders haben die Bürgerstiftung Kiel, die Kulturstiftung des Landes, die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und das Ministerium des Inneren (Glücksspielmittel) zur Finanzierung beigetragen. Alle Zuwendungen sind vom Verein ausschließlich zweckgebunden verwendet worden.

Im nächsten abschließenden Abschnitt unseres Vorhabens der Erarbeitung der vier Statuen in Stein sind wiederum erhebliche Finanzmittel  erforderlich. Es soll versucht werden, das Ziel über Berichte in den Medien, insbesondere den Kieler Nachrichten, Aufrufe an bisherige Spender und Bitten um Fördermittel zu erreichen.

Nach dem Angebot des Bildhauers betragen die Kosten für einen Statue ca. 69.000,00 EUR. Die Finanzierung einer Statue ist aufgrund einer großzügigen Spende von Prof. Dr. Andreßen anlässlich seines 90. Geburtstags und mit noch vorhandenen Mitteln gesichert. Vielleicht gelingt es uns, Förderer oder Spender zu finden, die bereit sind, eine weitere Statue zu finanzieren. Dann könnten wir den Bildhauer mit der Erarbeitung von zwei Statuen und deren Aufstellung beauftragen.

Abgeschlossenes Projekt des Vereins (2009)

Gedächtnisstele für die Brüder Justus und Theodor Olshausen

Als erstes Projekt hat der Verein 2009 unter dem Motto „Demokratie 1848“ die Aufstellung einer Gedächtnisstele für die Brüder Justus und Theodor Olshausen in der Universität an markanter Stelle am Verwaltungshochhaus an der Olshausenstraße erfolgreich organisiert. Das Projekt ist vom Ministerpräsidenten, dem Präsidenten des Landtages und von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein sowie von der Investitionsbank Schleswig-Holstein, den Provinzial Versicherungen und der Studentenverbindung Corps Alemannia zu Kiel finanziell gefördert worden. Die Gedächtnisstele ist im Juni 2009 unter aktiver Beteiligung der Stadtpräsidentin, Frau Kietzer, eingeweiht worden. Die Medien haben hierüber ausführlich berichtet (Kieler Nachrichten, 9.6.2009).